Balkbrug 2011

Nach Wagenfeld am Samstag ging es am Sonntag nach Balkbrug in Holland.

Morgens angekommen war die Bahn noch in einem jungfräulichen Zustand und sah wirklich gut aus, was sich aber im Laufe des Tages als trügerisch herausstellen sollte. Dadurch das es auch in Holland seit Wochen nicht geregnet hatte, bestand der Untergrund nur aus losem Sand der im Laufe der Rennen immer mehr Rillen bekam. Der Bahndienst bemühte sich zwar redlich und mit allen Maschinen die ihnen zur Verfügung standen, aber in losen Sand bekommt man nun mal keinen Vernünftigen Halt rein. Für alle war es aber der gleiche Untergrund, und einige kamen mit den Bedingungen wohl besser zurecht wie andere. Es war aber teilweise schon beängstigend wie die Gespanne und auch die Solofahrer in der Zielkurve manchmal aus ihrer Spur gesprungen sind. Bei William Matthijssen war wieder Natalie nach ihrer Babypause an Bord, und manchmal hatte man den Eindruck das Natalie die Furchen in der Kurve zu Verantworten hat.

William und Natalie Matthijsen

Bei den Solofahrern gab es einen Fahrer den an diesem Tag wohl nichts aufhalten konnte und das war Matten Kröger. Egal ob der Start nicht so gut war und er nicht als erster in die Startkurve kam oder die immer schlechter werdenden Bahnverhältnisse er erreichte immer als erster das Ziel und wurde mit Maximum verdienter Sieger an diesem Tag. Christian Hülshorst musste leider zweimal den Bahnbelag testen zum Glück ohne Folgen für ihn selber. In seinem ersten Lauf wurde er von Trofimov behindert und kam zu Sturz, woraufhin Trofimov vom Rerun ausgeschlossen wurde. In seinem dritten Vorlauf versuchte er an zweiter Stelle liegend Stephan Katt zu attackieren und nachdem es an der Innenseite nicht klappte wollte er es auf der Außenbahn probieren. Dabei kam er wohl in eine Rille und bekam soviel Grip das es nur noch gen Himmel ging. Zum Glück gingen aber beide Stürze glimpflich aus.

Leider gab es aber 2 schwere Stürze die nicht so glimpflich ausgingen. Auf der Gegengeraden kamen drei Crosser zu Sturz wovon zwei schnell wieder auf den Beinen waren, aber einer musste sehr lange auf der Bahn behandelt werden. Und auch im Endlauf der Gespanne gab es einen schwereren Sturz, als das Gespann von Heia / Flotterud aus Norwegen wegen eines Gasklemmers in die Bande einschlug.

Den spektakulärsten Sturz hatten aber Stefan Radtke und Christoph Schwaß zu verkraften. Am Morgen noch frohen Mutes, da sie endlich einen neuen Motor im Gespann hatten, der auch ordentlich Dampf hatte. Im ersten Lauf aber ein schlechter Start und nach der ersten Kurve nur letzter, konnten sich die beiden bis auf Rang drei vorarbeiten, dann aber ging ein Schlauch ab und so gab es nur den letzten Platz und null Punkte. Im zweiten Lauf sollte alles besser werden, aber es kam noch schlimmer.  Eingangs der Startkurve war Radtke eingeklemmt zwischen Heia innen und Wierenga außen. Dabei kamen die beiden fast 90 Grad zur Fahrtrichtung nach innen, versuchten das Gespann wieder in Fahrtrichtung zu bringen und produzierten dabei einen Highsider über Vorderrad und Seitenwagenrad. Und das ganze passierte auch noch genau vor mir, dabei wird einem ganz anders wenn man nur durch die Kamera schaut.

Zu eurer Info zwischen Bild eins und Bild zwei gibt es noch 10 Bilder, da ich immer mit Serienaufnahme fotografiere. Der Zeitunterschied zwischen Bild eins und zwei beträgt lediglich 1,5 Sekunden. Nachdem Stephan sich die Bilder angeschaut hatte, bekam ich nur zu hören warum ich nicht noch weiter fotografiert habe, er hätte doch gerne noch gesehen wie der Aufschlag gewesen ist, woraufhin ich antwortete das ging nicht vor mir lagen zwei Fahrer auf der Bahn also musste ich den beiden doch helfen. Zum Glück ist nichts schlimmes passiert, denn sonst hättet ihr diese Bilder hier auch nicht gesehen.

 

Bei den Seitenwagen gab es natürlich auch noch Rennen und hier kann man sagen das es dieses Jahr aus meiner Sicht noch jemand auf den EM-Titel abgesehen hat. Sven Holstein mit Dennis Eefsting im Boot haben den Fans gezeigt das auch Matthijssen nicht unschlagbar ist. Matthijssen wurde zwar Tagessieger aber im dritten Vorlauf fand Holstein einen Weg an Matthijssen vorbei der keine Chance mehr bekam wieder die Führung zu übernehmen. Nach den Vorläufen hatte Holstein 12 Punkte und Matthijsen 11 Punkte. Leider wird in Holland immer nach EM Modus gefahren und da gewinnt das Rennen derjenige der im Endlauf Sieger ist, und das war nun mal Matthijsen.

 

Ingo Lange


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